Während er in Abwesenheit beim Neujahrsempfang des Stadtsportbundes zu Hagens Sportler des Jahres 2010 gekürt wurde, verpasste Federfußballer David Zentarra vom FFC Hagen zusammen mit Sven Walter (Bild) und Michael Kowallik beim Dreinationenturnier im ungarischen Újszász knapp eine faustdicke Überraschung. Ungeschlagen war das Trio bis ins Halbfinale gestürmt, wo Topfavorit Újszász VVSE um Gábor Tóth, den amtierenden Einzeleuropameister und wohl besten europäischen Spieler des zurückliegenden Jahrzehnts, wartete. Nach hartem Widerstand mussten sich David Zentarra & Co schließlich den Magyaren unglücklich 16:21, 25:27 geschlagen geben. „Diesmal waren wir mit Újszász absolut auf Augenhöhe. Uns fehlte lediglich ein Quäntchen Glück“, bilanzierte Michael Kowallik nach dem Duell mit den ungarischen WM-Teilnehmern. Am Ende musste sich der amtierende deutsche Mannschaftsmeister mit dem dritten Platz in dem Klassefeld begnügen, hofft aber sich bei den French Open vom 2. bis 4. Juni im französischen Canetleu für die Halbfinalniederlage revanchieren zu können.
FFC Hagen in Ungarn auf Platz 3
26 JanStandortbestimmung in Ungarn
17 JanReist mit dem FFC Hagen am Wochenende nach Ungarn: Nationalspieler Sven Walter. (Foto: Karsten-Thilo Raab)
Zu einer ersten internationalen Standortbestimmung im Jahr 2011 startet der deutsche Federfußballmeister FFC Hagen am kommenden Wochenende, 22./23. Januar, im ungarischen Újszász. Gastgeber sind dabei nicht die Magyaren, sondern der österreichische Federfußballverband, der aus Ermangelung einer geeigneten Halle Europas Topteams ins benachbarte Ungarn eingeladen hat. Darunter auch mit dem FFC Hagen um David Zentarra, Michael Kowallik und Sven Walter sowie dem TV Lipperode zwei deutsche Mannschaften. In einer Saison, in der weder Welt- noch Europameisterschaften stattfinden, steht mit den French Open vom 2. bis 4. Juni im nordfranzösischen Canteleu dann ein weiterer bedeutender europäischer Wettbewerb auf dem Programm. Am 15. und 16. Juli steigen die Austrian Open in Österreich, deren Austragungsort noch offen ist. Vom 13. bis 16. August richtet sich der Fokus erneut auf das ungarische Újszász, wo einmal mehr die Hungarian Open ausgespielt werden, bevor vom 1. bis 3. Oktober in Hagen die German Open anstehen. Zudem plant der FFC Hagen anlässlich seines 20-jährigen Bestehens ein internationales Doppelturnier, das voraussichtlich im Mai ausgetragen wird.
Sarah Walter gewinnt Hungarian Open
20 AugSarah Walter vom FFC Hagen sorgte bei den Hungarian Open, den internationalen ungarischen Meisterschaften im Federfußball in Újszász, rund 85 südöstlich von Budapest, für eine faustdicke Überraschung. Die deutsche Vizemeisterin, die in den Jahren 2003 bis 2007 fünfmal in Folge Dritte beim bedeutendsten europäischen Vereinswettbewerb wurde, konnte sich im Einzel unter 59 Starterinnen aus neun Nationen völlig überraschend in die Siegerliste eintragen. Dabei bezwang sie im Finale die für Frankreich spielende Vietnamesin Trang Nguyen mit 22:20, 21:18 und sicherte sich ihren ersten internationalen Einzeltitel. Im Halbfinale hatte Sarah Walter schon eine begeisternde Partie gegen die Ungarin Ágnes Kapás geboten, als sie im dritten und entscheidenden Satz beim Stande von 16:20 vor dem Aus stand und das Blatt noch wenden konnte. Mit einem hart umkämpften 23:21 zog sie schließlich unerwartet ins Finale ein. Im Mannschaftswettbewerb war die Nationalspielerin weniger erfolgreich. Immerhin reichte es in einer Spielgemeinschaft mit Gréta Makai, Judit Harsányi und Zsófia Eperjessy vom VVSE Újszász unter 19 teilnehmenden Mannschaften zum 5. Platz. Diesen erreichte auch das Herrenteam des FFC Hagen als beste nicht-ungarische Mannschaft. Dabei scheiterte der amtierende deutsche Meister mit David Zentarra, Sven Walter und Michael Kowallik im Viertelfinale am SZ Újszász 2 unglücklich 19:21, 15:21. Sieger wurde Újszász vor Nagykanisza, Borjad und der Zweitvertretung aus Újszász. Weniger rund lief es für die Spielgemeinschaft FFC Hagen/VfL Eintracht Hagen um Sascha Wohlgebohren, Stefan Blank und Christopher Zentarra. Das Trio schied im Achtelfinale aus und musste sich unter 40 teilnehmenden Vereinen mit Platz 14 im Gesamtklassement bescheiden. Dasselbe Schicksal ereilte dann Sven Walter, Sascha Wohlgebohren, Stefan Blank und Christopher Zentarra mit dem Zweitrundenaus im Einzelwettbewerb, zu dem 116 Spieler angetreten waren. Michael Kowallik kam immerhin als zweitbester Ausländer ins Achtelfinale und belegte in der Endabrechnung Rang 10. Allein dem WM-Dritten David Zentarra war es vorbehalten bis ins Viertelfinale vorzustoßen. Am Ende musste sich der amtierende deutsche Meister dann aber mit Rang 5 bescheiden.




